rettungsstation penzing, wien
informationen fotos
städtebauliche lösung der baukörper
das konzept sieht eine konsequente zweigeschoßige "baulückenbebauung" vor, bei der an das bestandsobjekt direkt angebaut wird. im og bleibt durch die zäsur der terrasse und durch das glasvolumen der loggia eine transparente verbindung der objekte bestehen. der pathos einer brückenanbindung wird vermieden und ein klarer, unaufgeregter baukörper vorgeschlagen. der durch die terrasse fragmentierte baukörper erhält durch die pergolakonstruktion eine räumliche vollständigkeit. als reaktion auf die bahntrasse ist die südwand völlig geschlossen. dieser "schild" bietet - neben dem lärmschutz - optimale voraussetzungen für die installation von sonnenkollektoren. der eingang ist in der zehetnergasse angeordnet, die mit dem breiten gehsteig und der allee einen stadträumlich einladenden vorplatz bietet.

architektur
die fassadenkompositionen thematisieren die spannung von großflächig geschlossenen fassaden und zusammengefassten großen fensteröffnungen. die hinterlüftete fassade wird durch die verwendung von holzpaneelen charakterisiert, die dem baukörper deutliche prägnanz verleihen. die transparenz im kernbereich des obergeschosses erlaubt sichtbeziehungen sowohl zur terrasse und zum garten im westen als auch zur allee des straßenraumes im osten. zusätzliches tageslicht wird über lichtkegel in die räume geführt. die übersichtlichkeit dieser raumgruppe optimiert im einsatzfall die effizienz der abläufe.

funktionsabläufe
die schlüsselposition des stationsführers im kreuzungsbereich des erdgeschoßes ermöglicht sichtbeziehungen und kontrolle über alle wesentlichen abläufe insbesonders über den eingangsbereich, das stiegenhaus, zur garage und zu den straßenräumen. die stützenfreie garage ist direkt an den altbau angebunden - wege im freien - sind dadurch vermieden. im og sind im zentralen gebäudebereich die tagesräume angeordnet mit durchgehender sichtbeziehung den freiräumen. die ruheräume sind zur ruhigen baumgartnerstraße orientiert. an der hauptwegachse - stiege / nordgang - die primär die aufenthaltsräume und die ruheräume erschließt, erfolgt auch über die loggia die anbindung des "ärztestöckls". dies gewährleistet kurze wege für die rettungscrews. gegenüber der bahntrasse werden als schallpuffer die garderoben und sanitärräume angeordnet. das konzept weicht von einer starren raumzuweisung für geschlechtertrennung ab und sieht eine kontinuierliche adaptionsmöglichkeit an den jeweils aktuellen raumbedarf für männliche und weibliche bedienstete vor.

wirtschaftlichkeit
der wirtschaftlichkeit des projektes wird durch den einfachen, oberflächenoptimierten baukörper und der energetisch sowie kostengünstigen hinterlüfteten fassade mit hoher wärmedämmung und optimierten fensteranteilen gewährleistet. durch die optionale nutzungsmöglichkeit der sonnenenergie (vertikale kollektoren an der südfassade) ist ein weiterer ansatz zur reduktion derenergiekosten gegeben. sehr wesentlich ist aber eine sinnvolle nutzung des altbestandes für die erfüllung des geforderten raumprogramms. eine ausschließliche verwendung für neben- und archivräume, die im raumprogramm nicht gefordert werden erscheint nicht plausibel und zeugt nicht von einem sparsamen umgang mit den raumresourcen.

ökologie
neben den standards eines niedrigenergiehauses wird zusätzlich zur passiven nutzung der sonnenenergie auch die anordnung von sonnenkollektoren vorgeschlagen. die ausführung eines extensiv begrünten dachs leistet einen beitrag zur verbesserung des mikroklimas und des wasserhaushalts.