der bauplatz ist ein grosser parkähnlicher gartenhof mit prägnantem baumbestand.
begrenzt wird dieser von zwei hauszeilen.
im westen ein gebäude entstanden am beginn der 50-er jahre, dessen architektursprache deutlich von der stilistik
der 30-er jahre geprägt ist.
im osten weist die gartenfassade mit den stiegenzugängen – nur wenige jahre später gebaut – bereits signifikante
elemente der architektursprache der 50-er jahre auf.
im süden bildet die heterogene gebäudestruktur der schule den abschluss des gartenraumes in form einer
zurückgesetzten platzwand.
im norden – dicht mit sträuchern und teilweise toten baumrümpfen besetzt – bilden zäune und mauern die grenze
zur grossen postsportanlage.
primäre planungsziele:
- die zentrale determinante für die bebauung bildet der baumbestand
(mehr als 60 bäume), der weitgehend erhalten
werden muss, um seine qualität für die neuen wohnungen zu nutzen (siehe baumbestandsaufnahme büro land in sicht).
- die akzeptanz des neubaus durch die anrainerinnen stellt einen weiteren wichtigen
aspekt dar. daher werden in der weiteren umsetzung informationsveranstaltungen,
bürgerinnentreffen oder mediationen das projekt begleiten.
- optimierte nutzflächen können die diametralen anforderungen der
angestrebten ziele – wirtschaftliche nutzung und akzeptanz der
bewohnerinnen - erfüllen.
analyse der planungsdeterminanten:
- fläche innerhalb der fluchtlinien W III: 1.867 m2
- 60% bebaubar - 1.095 m2
- III = 16,00 m gebäudehöhe, geschossanzahl 7 (5 hauptgeschosse 2 nebengeschosse)
- bruttogeschossfläche ca. 7.000 m2;
nettonutzfläche ca. 5.300 m2
- abstand zwischen den wohnhäusern ca. 65m
- länge des grundstücks ca. 100m
- der garten ist zur pezzlgasse ca. 1,3m abgeböscht. im norden nahe der
grundgrenze ist die nächste geländestufe
mit ca. 1,5m bis 2,0m
über dem gartenniveau
leitbild der bebauung:
die studie für die bebaung wurde im september 2003 erstellt.
abstimmung und erwirken des plandokuments
folgten im jahr 2004 und führten zum plandokument nr. 7531 vom 22. oktober 2004.
vorentwurf april 2007
entwurf mai 2008
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- für die bauplätze werden die grösseren freien flächen zwischen den baum
gruppen genutzt
- - eine lockere anordnung von drei punkthäusern mit 15 m baukörpertiefe
und variablen längen (20m, 25m und 29m)
die wirkung eines zusammenhängenden gartens – floating green - bleibt
erhalten.
- - das zentrale stiegenhaus wird über ein transluzentes dach belichtet.
der lift wird ebenfalls transluzent gestaltet,
um das licht nach unten zu führen.
im 3. obergeschoss -lichtgeschoss- sind gemeinschaftsräume angeordnet,
die
zusätzlich licht in das stiegenhaus bringen (partyraum, kinderspielraum,
get together space) durch die geringe
baukörpertiefe sind optimale lichtverhältnisse in allen wohn
und küchenbereichen gewährleistet.
teilweise können auch tagesbelichtete
bäder angeboten werden.
- jede wohnung verfügt über einen privaten freiraum - terrasse oder balkon.
- nahezu vollständige erhaltung der dominanten einzelbäume
(von 66 bäumen
müssen voraussichtlich nur 4 bäume gerodet
werden)
- - unterschiedlich proportionierte grünräume bilden ein zusammenhängendes
„gartenkontinuum“
- - tiefgarage: die grössere fläche der tiefgarage wird im baumfreien bereich
errichtet, grosse erdkerne im zentralbereich
sichern den dort befindlichen
baumbestand.
bauherr: österreichisches siedlungswerk